Von einer anderen Welt und Schlafparalysen
#1
Hallo Horrorforum,
ich würde euch gerne von meinen eigenen Erlebnissen bezüglich Schlafparalysen und einer Welt, deren Grad so schmal zwischen Traum und Realität verlaufen kann erzählen. 
Diese Erlebnisse habe ich genauso erlebt und nichts dazu gedichtet, um die Stories irgendwie "aufpushen" zu wollen. Das Gruselige an der ganzen Sache ist, wie schmal die Grenze der "anderen Welt" (wie ich das nenne) zu der Welt,  in der wir leben, verlaufen kann. 

(Vorsicht langer Text)

Erlebnis Nr. 1: In eine andere Welt:  Es ist wie ein schwarzes Nichts, in welchem nichts existiert. Weder Schmerz, noch ein Gefühl, weder ein Bewusstsein. Man merkt nichts davon. Dass man eine andere Welt erreicht hat. 
Auch ich habe es nicht bemerkt. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich realisiert hatte, das irgendetwas nicht stimmt. Es fing damit an, dass ich mich in einem Krankenhaus wieder fand. Mir fiel sofort auf, dass dieses Krankenhaus ganz anders wirkte. Es hatte so eine düstere, bedrohliche Atmosphäre. Ich liege hier, in einem Klinikbett, in einem Schlafsaal mit einigen alten Menschen. Diese Menschen liegen genau wie ich in ihren Betten. Trotz der Dunkelheit kann ich die Umrisse der Betten, der Nachttische, der Türen und der Menschen ausmachen. Ein dunkles Zimmer. Ohne Fenster. Als ob man dieses Zimmer abgedunkelt hätte. Ich begreife nicht, in welcher Abteilung ich mich befinde und wieso ich auf einmal hier liege. Aber es fängt an, mir etwas unheimlich zu werden. Die starren, leeren Blicke der Menschen, die krank und schwach in ihren Betten liegen, das düstere Zimmer. Doch da ist noch etwas. Ratten. Weiße Ratten. Sie sind im ganzen Zimmer verteilt. Sie liegen unter den Betten, auf den Betten, zwischen den Betten und den Rädern eingeklemmt und auf den Boden. Die meisten Ratten liegen regungslos da, während andere Ratten noch etwas um die Betten herum hopsen. Doch sie haben eins gemeinsam: Sie sehen alle verletzt, krank und geschwächt aus. Vielleicht sind einige von ihnen sogar schon tot. Weiter mache ich mir darüber keine Gedanken, als  ich beginne, einzuschlafen. 

Und ich finde mich im Krankenhaus (wieder). Diesmal bin ich in einem anderen Zimmer. dieses Zimmer ist heller und wirkt freundlicher,als das Zimmer, indem ich davor war. Im Zimmer stehen einige Betten herum, doch hier sind wieder diese weißen Ratten. Mir gegenüber ist ein Bett, indem jemand drin ist. Ich sehe die weißen Ratten, die auf dem Boden liegen. Verletzt. Oder tot. Auch in meinem Bett sind sie. in mir steigen Ekelgefühle hoch, als ich eine Ratte entdecke, die direkt neben mir liegt. Ich möchte sie auf keinen Fall berühren. Und schon gar nicht kann ich verstehen, was das alles hier überhaupt soll. 
Ich bin wieder in einem anderen Zimmer. Das Zimmer wirkt fast schon freundlich. Direkt daneben befindet sich die Notaufnahme und Krankeneinfahrt. Eine Krankenschwester kommt zu mir und stellt sich vor mir hin. Sie erklärt mir, dass ich in ein anderes Klinikum verlegt werde und ich freue mich darauf. Denn ich bekomme immer mehr zu spüren, das etwas ganz und gar nicht stimmt. Das Krankenhaus, das so merkwürdig und unheimlich ist. Im Augenwinkel sehe ich einen Rettungswagen, der vor der Krankeneinfahrt parkt und das Blaulicht aufblitzen. zuerst freue ich mich, der könnte für mich sein, damit ich endlich aus diesem gruseligen Krankenhaus herauskommen kann. Doch stattdessen sehe ich, wie sich die Schiebetüren öffnen und Sanitäter einen Notfallpatienten an meinem Zimmer vorbei schieben. Und ich warte. ich warte und warte. Doch niemand kommt.
Diesmal bin ich woanders. Ich liege immer noch in einem Klinikbett, doch ich bin in einer schönen, modernen Wohnung. Es vergehen einige Augenblicke, in der ich die Wohnung betrachte. der schöne Holzboden, ein wunderschöner Weihnachtsbaum, zudem Treppenstufen hinaufführen. Plötzlich entdecke ich meine Schwester. Sie wirkt gut gelaunt. So schön diese Wohnung, diese Atmosphäre auch ist. Ich bekomme ein immer beklemmenderes Gefühl, welches immer schlimmer wird. 
"was ist eigentlich mit mir los?"  frage ich sie. Doch ich bekomme keine Antwort darauf. Irgendetwas stimmt nicht und ich merke es jetzt ganz genau. stattdessen schiebt mich meine Schwester samt dem Bett in ein großes Esszimmer. es ist draußen schon dunkel, riesige moderne Fenster bieten eine großzügige Aussicht. Ein langer gedeckter Tisch mit vielen Stühlen. Viele Gäste sind gekommen und setzen sich um den Tisch. Hin und wieder schauen sie mich lächelnd an, sie sitzen um den Tisch, essen, lachen und reden miteinander. Was machen sie da? Feiern die Weihnachten  oder so was?Sie feiern alle miteinander. Wirken so sorglos, glücklich. ich liege nur in dem Bett und kann ihnen nur zu schauen. 

Wieder bin ich wo anders. Bis jetzt fand ich diese Orte, an denen ich zuvor war, unheimlich , doch dieser Ort hier übertrifft einfach alles. Es ist schwarz. Eine ewige Dunkelheit, doch neben und unter mir ist eine Art Gruft. darin sehe ich Flammen tanzen. Ein Mann liegt auf einer Krankentrage, zwischen den Flammen. ein Blick zu ihm genügt. Und es wäre, als ob wir etwas miteinander austauschen würden. Sofort kann ich ihm nachfühlen, wie elendig es ihm gehen würde und welch grausames Schicksal er ertragen musste. Ihm fehlte die Hüfte und noch ein paar andere Gliedmaßen. Er konnte nur noch durch einen Schlauch, der in seinen Mund steckte, ernährt werden und er war gefangen, an einem Ort, wie diesen hier. Auf einmal kommt eine Krankenschwester auf mich zu. Sie bleibt vor mir stehen und sagt ganz ernst, dass ich genau wie dieser Mann hier enden werde.Und dann dreht sie sich einfach um und verschwindet. In diesem Augenblick, als sie uns den Rücken zukehrt, um zu verschwinden, wird mir klar, dass sie nicht mehr wieder zurück kommen wird. Dieser Schock, der mich erfasst, ist kaum in Worte zu fassen. Ich bekomme Todesängste und in meinem inneren Auge habe ich Bilder vor dem Kopf. 
Ich liege in einem Bett, welches ich wohl nie mehr verlassen kann. Meine Familie steht um mich herum, sie wissen- genau wie ich- nicht weiter. Sie können nur zuschauen, aber nichts ändern. Ich werde mein Leben lang durch einen Schlauch essen müssen und mich nicht mehr bewegen können. Ich möchte das hier alles nicht, ich möchte raus! Was ist mit mir und meinem vorherigen Leben passiert? Ich möchte aufwachen! Das kann doch alles nicht wahr sein!
Und mir wird klar, dass das die Hölle sein muss. Die pure Hölle, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Mann und ich, wir werden beide bis auf alle Ewigkeit in diesen Flammen, diesen Ort verbringen und unvorstellbare Qualen und elendiges Leid erfahren müssen. Wir werden von allen Menschen, die wir kennen und auf die wir angewiesen sind verlassen werden und sie werden womöglich niemals zurück kommen. Wir werden komplett auf uns alleine gestellt sein und unserem Schicksal überlassen. Wir werden jegliche Erinnerungen an unser altes Leben verlieren und nicht mehr wissen, was mit uns und unserem vorherigen Leben passiert ist. Wir werden nicht einmal wissen, ob wir lebendig oder tot sind. Das einzige Wissen, das wir in uns tragen werden, ist dass keiner uns helfen wird und wir mit unseren Qualen alleine sein werden. 
(Traumende)

Ich wache in einem Krankenhaus nach fünf Tagen tiefer  Bewusstlosigkeit auf. 


Erlebnis Nr, 2: Schlafparalysen
Es fing erst vor kurzem an, dass ich Schlafparalysen bei vollem Bewusstsein mit erlebe. Es fing damit an, dass ich meinen Körper  direkt nach dem Aufwachen kaum bewegen konnte. Dies fand ich nicht weiter beunruhigend, weil ich wusste, dass das zu einer Schlafparalyse gehört und völlig gewöhnlich ist. das war das erste bewusste Erlebnis einer schlafparalyse und einige Wochen später bekam ich sie wieder mit, in einer intensiveren Form. Bei einem Mittagsschlaf merke ich es, wie ich schläfrig bin und auf einmal der Körper anfängt zu kribbeln. Ich merke genau, wie die Skelettmuskulatur gelähmt wird und ich bewegungsunfähig bin. Nach einigen Sekunden aber ist es wieder vorbei. Während den bewusst erlebten Paralysen hatte ich bewusst meine Augen geschlossen gehalten aus ANgst, dass ich irgendwelche Kreaturen im Zimmer sehen könnte. 
Von nun an habe ich es etwa zwei bis drei Tage lang fast jedes Mal während dem Einschlafen bemerkt. Körper fängt an zu kribbeln, ich kann mich nicht mehr bewegen. Die letzte bewusste Schlafparalyse die ich mitbekommen hatte, war sehr intensiv. Augen zu, Körper kribbelt wieder. Aber diesmal ist es so merkwürdig. Es fühlt sich an, als ob mein Geist, mein Bewusstsein aus dem Körper draußen ist und nicht mehr drin. Und obwohl meine Augen geschlossen sind, kann ich in abgedunkelter Form mein Zimmer wahrnehmen. ich sehe sogar meine Augen. Die Pupillen, die sich schnell hin und her bewegen. Mir wird unheimlich zu Mute und ich fange an, meinen Kopf hin und her zu bewegen. Ich entdecke Umrisse einer schwarzen Gestalt, die im Zimmer steht und ich werde unruhiger. Mein Körper ist so müde und ich kämpfe um  aufzuwachen. Doch es klappt nicht. Plötzlich spüre ich ein Gewicht auf meinem Unterleib, als ob sich jemand auf mich setzen würde. kaum einen Augenblick später spüre ich eine kurze Bewegung an meinem Bein. Als ob ein kleiner Finger mein Bein berührt hätte. Noch das letzte Mal den Kopf hin und her bewegen, bis ich verschwitzt endlich komplett wach bin.

das waren so meine Erlebnisse bezüglich Horror.
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Bedankt haben sich :



#2
Sehr sehr spannend und ausführlich beschrieben! Smile
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Bedankt haben sich : CreepyGirl









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